Rezension Flammenblut von Mina Hepsen

Flammenblut





Autor: Mina Hepsen
Übersetzt von: Michaela Link 
Serie: Flammenblut 1
Seiten: 416
Einband: Taschenbuch
Erschienen am: 20.01.14
ISBN: 978-3-442-47981-8
Preis(D): 9,99€
Verlag: Goldmann







Klappentext:

Das Schicksal hat sie zueinander geführt und damit in größte Gefahr gebracht. Wird ihre magische Gabe sie schützen können?
Celine hat eine besondere Gabe: Sie kann in die Zukunft sehen. Mithilfe ihrer Tarotkarten und durch Visionen erhält sie Einblicke in das, was sein wird. Dennoch war ihr Leben nicht leicht. Ihre ersten Jahre verbrachte sie im Waisenhaus, bevor sie in eine grausame Pflegefamilie kam, aus der sie nur mit Mühe entfliehen konnte. Seitdem lässt sie sich von ihren Visionen leiten, bis sie eine davon direkt in die Arme des attraktiven Josh Beaumont treibt. Das Schicksal hat sie zu ihm geführt, jetzt muss sie nur noch herausfinden, warum …


Cover:

Mir gefällt das Cover gut. Es wirkt teilweise dunkel und mysteriös, sodass es mich auf jeden Fall anspricht und meine Aufmerksamkeit für den Inhalt erregt.


Inhalt:

Celine hatte keine leichte Kindheit. Vom Waisenhaus in eine brutale Pflegefamilie, keine Schule, nur Schuften. Eines Tages bekommt sie Tarotkarten geschenkt. Von da an hat sie Visionen und auch die Karten geben ihr Aufschluss auf das, was passieren wird. Celine lässt sich von ihren Visionen leiten, vor allem, weil sie das Gefühl hat die Menschen aus ihren Visionen retten zu müssen.
Einige Jahre später führt eine Vision sie direkt zu Josh, einem reichen und sehr gut aussehenden jungen Mann ins Celines Alter.
Ein Unfall führt die beiden näher zusammen und Celine stolpert in eine Geschichte hinein, in der eine Lüge die nächste jagt. Immer tiefer verstrickt sie sich und weis noch nicht einmal vor wem sie Josh schützen muss. 
Als dann auch noch Ian auftaucht, der als einziger Celine zu durchschauen scheint, nimmt die Geschichte ihren Lauf.


Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist weitestgehend flüssig. Es wird viel beschrieben und einige Male werden Stellen aus Büchern zitiert, mit denen Celine sich beschäftigt.

Celine ist eigentlich ein spannender Charakter. Ihr ganzes Leben besteht nur aus Lügen und an ihre frühste Kindheit und ihre Eltern hat sie keinerlei Erinnerungen.
Ihre Gabe in die Zukunft sehen zu können finde ich gut. Allerdings weis Celine sie auch nicht wirklich umzusetzen, denn sie rennt im Buch lediglich ihren Visionen hinterher. Zwar rettet sie so einige Leben, aber warum genau sie diese Gabe hat und was mit ihren Eltern passiert ist erfahren wir nicht.
Erstaunlich finde ich auch wie gut Celine mit den ganzen Lügen umgehen und wie gut sie sich an fremde Situationen anpassen kann.
Außer Ian scheint keiner auch nur irgendetwas zu ahnen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sie ein sehr starker, mutiger und unabhängiger Charakter ist. 

Josh ist der Kapitän des Rugbyteams und somit auch der Schwarm aller Mädchen. Er sieht nicht nur gut aus, sondern hat auch noch jeden Menge Geld und ein großes Haus. Er wohnt bei seinem Onkel, seit seine Eltern verstorben sind.
Josh ist allerdings nicht überheblich oder gibt mit seinem Geld an, was mir gut gefallen hat. Außerdem setzt er sich für andere ein und ist sehr fürsorglich. Mir war Josh von Anfang an sympathisch und wäre da nicht auch noch Ian, würde ich mich direkt für ihn entscheiden.

Melissa ist ein wenig aufgedreht und eine Intelligenzbestie. Aber ich mag sie total gerne. Sie wird eine gute Freundin von Celine.

Ian ist ebenfalls sehr attraktiv, wird aber als der Gefährliche betrachtet. Zwar schmachten einige Mädels der Schule ihn ebenso an wie Josh aber dennoch scheinen sie mehr Respekt vor ihm zu haben.
Ian als Charakter ist etwas undurchsichtig. Er ahnt als Einziger, dass etwas mit Celine nicht stimmt und hilft ihr auch noch. Aber was sind seine Absicht dabei?
Mir fällt es schwer mich zwischen Ian und Josh zu entscheiden. Aber mit seinem Bad-Boy-Image reizt Ian mic doch etwas mehr.

Grundlegend fand ich die Idee der Geschichte super, denn sie ist mal etwas ganz anderes. Auch die Charaktere sind toll. Natürlich gibt es auch die Schulzicken, sodass dem Leser Wortgefechte, Zickerein und Intrigen nicht vergönnt bleiben.
Aber die Sache, wie Celine und Josh zueinander gefunden haben und das alles so eine Verständlichkeit ist, die nicht genauer hinterfragt wird finde ich wirklich komisch (genauer kann ich es nicht formulieren, sonst spoiler ich). 
Josh scheint es auch nicht eilig zu haben, alles aufzuklären und Celine wieder in ihr altes Leben zurück zu schicken.
Wirklich merkwürdig.
Auch die Sache mit Celines Gabe fand ich sehr undurchsichtig. Klar sie kann damit Menschenleben retten, aber sie rennt Hals über Kopf diesen Visionen hinterher und begibt sich selbst in Gefahr.
Die Geschichte war mir am Anfang zu schleppend. Erst ab der Hälfte des Buches wurde es langsam ansprechender. Große Spannungsmomente blieben fast komplett aus. Erst die letzten Seiten konnten mich wirklich fesseln.
Zu Celines Hintergrund oder ihrem Ziel erhalten wir keine Informationen. 
Stattdessen integriert sich Celine immer mehr in ihr neues Leben bei Josh und der Leser wird eher Beobachter von typischen Highschool-Problemen, wie Liebe, Zoff und Zickereien. Das habe ich persönlich total schade gefunden, denn außer einer handvoll Visionen, die aber im Sand verlaufen, passiert nicht mehr wirklich viel, was mit der eigentlichen Grundidee des Buches zu tun hat. 
Mehrfach habe ich mich gefragt, was überhaupt der Sinn des Buches sein soll. 
Zum Ende klären sich immerhin 2 Fragen. Wir erfahren nämlich wer Josh und wer Ian wirklich sind. Was genau das bedeutet bleibt wieder einmal undurchsichtig.
Ich könnte mir vorstellen, dass Band 2 auf jeden Fall spannender wird, da dort die offenen Fragen geklärt werden müssten. Außerdem ist dann ja auch noch die  Dreiecksbeziehung zwischen Ian, Josh und Celine ein Thema. Beide Jungs scheinen irgendwie Interesse zu haben, aber wie es bei Celine aussieht ist bis jetzt noch unklar.


Fazit:

Tolle Buchidee, für mich unzureichend umgesetzt. Ich hätte gerne mehr zu dem zentralen Buchthema erfahren. Allerdings bleiben so für Teil 2 alle Möglichkeiten offen.




Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

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