Neuerscheinungen Juni 2015

Passend zum Beginn des neuen Monats morgen, kommen hier die für mich interessanten Neuerscheinungen im Juni. 
Gott sei Dank sind es nicht so viele. Einiges wandert ja auch auf meine Wunschliste und die platzt sonst irgendwann :D
Ist auch was für euch dabei? Oder habt ihr euch was rausgesucht, was vielleicht nicht auf meiner Liste steht?

Eine gute Zusammenstellung von allen Neuerscheinungen (alle Genres und Verlage) finde ihr hier und auch hier.




Genießt den Sonntag
Sara 

Rezension 28 Jahre danach von Skara Daniell

28 Jahre danach

Die Autorin dieses Buches hatte mich gefragt, ob ich Interesse hätte, es zu lesen.
Und da ich ein Fan von Dystopien bin und sich der Klappentext unwahrscheinlich spannend anhörte, konnte ich nicht nein sagen.
Liebe Skara, vielen Dank für das wirklich tolle Buch.






Autorin: Skara Daniell
Seiten: 316 als Taschenbuch oder in meinem Falle pdf
Erhältlich als: Taschenbuch, eBook
Erschienen am: 01.11.14
Neuauflage: Mai 2015
ISBN: 978-1511897808
Preis (D): 12,95€
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform








Klappentext:

2. Auflage 05/2015. 
Seit dem Weltuntergang, der den Großteil der Menschheit dahinraffte, sind knapp drei Jahrzehnte verstrichen. In den Ruinen der Dörfer führen die letzten Deutschen ein schlichtes, genügsames Leben; einzig die Stadt bietet noch Raum für eine Volksmasse, die an der Alten Ordnung festhält und dem nahenden Ende mit allen Mitteln entgegenzuwirken versucht. Die 21-jährige Franziska und ihr jüngerer Bruder Leo bewohnen einen der verlassenen Orte und haben sich mit ihrem Dasein arrangiert - bis Fremde auftauchen, die einer Gruppe Überlebender angehören: den Westvarren. Dass sie irgendein Geheimnis hüten, ist Franziska von Anfang an bewusst. Warum sonst sollten sowohl Städter als auch Söldner hinter ihnen her sein? Begleite die Protagonistin durch die Überbleibsel unserer Zivilisation und finde heraus, für welches Leben, welche Liebe, welches Schicksal sie sich schlussendlich entscheidet. 

Cover:

Ich finde das Cover ganz ansprechend und zum Thema passend. Dennoch ist es für mich jetzt nicht der absolute Blickfang.

Inhalt:

Franziska und ihr Bruder Leo leben alleine in einem alten Dorf, das einer Geisterstadt gleicht. Andere Überlebende, außer ihre mittlerweile verstorbenen Eltern haben sie noch nie getroffen. Eine "Seuche" hat den Großteil der Bevölkerung vor 28 Jahren ausgerottet und die Möglichkeit der Fortpflanzung fast unmöglich gemacht.
Eines Tages stoßen sie auf 2 Angehörige der Westvarren und Leo zuliebe schließen sie sich ihnen mit Skepsis an. Traue niemandem, hat der Vater den Geschwistern beigebracht. Das etwas nicht stimmt ist Franziska nämlich von Anfang an klar. Die Städter und Söldner sind hinter den Westvarren her und Franziska findet nach einiger Zeit auch heraus warum...

Meine Meinung:

Das Debüt der Autorin hat es wirklich geschafft mich zu fesseln. 
Der Schreibstil ist locker und flüssig und lässt sich super lesen. Außer einigen wenigen Begriffen, die der Bezeichnung von Orten und Stämmen dienen, kommen auch keine Wörter hinzu. So ist die Geschichte und das Geschehen von Anfang an verständlich.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Franziska. Das ist in diesem Fall sogar etwas Besonderes. Denn im Hintergrund gibt es ein Regime und die Stadt, die wesentlich mehr Macht haben und bedrohlicher sind, als Franziska und die Westvarren. Und dennoch bekommt der Leser davon so gut wie gar nichts mit. Denn anders als in anderen Dystopien wie z.B. Die Bestimmung geht es hier wirklich nur um Leo und Franziska.

Mit Franziska bin ich nicht sofort warm geworden. Ihre Reserviertheit und daraus resultierende Unhöflichkeit haben mich am Anfang doch etwas gestört.
Erst als sich die Liebesgeschichte mit ins Geschehen einfädelt, wurde sie mir zunehmends sympathischer. Vermutlich weil man als Leser das erste Mal die Regung von Gefühlen bei Franziska beobachten konnte.
Allerdings muss ich sagen, dass ich Franziska auch verstehen kann. Wer nie anderen Menschen begegnet ist, ist nun mal skeptisch und weis nicht, wie man sich verhalten soll. 
Leo, die anderen Charaktere und sogar den mürrischen Tom habe ich direkt ins Herz geschlossen. Über die Herzlichkeit der Westvarren und das was sie sich in ihrem Lager aufgebaut haben, war ich geradezu erstaunt. 

Das Buch ist zwar eine Dystopie, kommt aber ohne irgendwelche verrückten Technikvisionen oder dergleichen aus. Es spielt in Deutschland in der Zukunft. Allerdings leben die Menschen nach der Seuche dort eher wie im Mittelalter. Fließendes Wasser und Storm ist den kleinen Stämmen nur noch aus Erzählungen bekannt. Und auch wie es mit der Zukunft der Menschheit aussieht ist ungewiss.
Die Story ist gut durchdacht und sehr schlüssig. Da ich immer sehr neugierig bin, hätte ich mir aber doch etwas mehr Hintergrundwissen zur Seuche und der Bedrohung aus der Stadt gewünscht.
Auch die Liebesgeschichte hätte für meinen Geschmack ein klein wenig mehr ausgearbeitet werden dürfen. 
Fesselnd waren vor allem auch die Wendungen die das Buch genommen hat. Denn meist habe ich damit natürlich überhaupt nicht gerechnet.
Alles in allem aber ein super Buch, das sogar auf einen 2. Teil hoffen lässt. 
Das Buch war durchgehend spannend und ist eine Empfehlung für alle, die mal eine etwas andere Dystopie lesen möchten.

Fazit:

Ein tolles Debüt, spannend und fesselnd bis zum Schluss.

Rezension Don`t tell me lies von Corey Ann Haydu

Don`t tell me lies






Autorin: Corey Ann Haydu
Übersetzt von: Clara Mihr
Seiten: 352
Einband: Taschenbuch
Erschienen am: 01.05.2015
ISBN:978-3-423-71626-0
Preis (D): 9,95€
Verlag: dtv








Buchinfo:

Tabitha fühlt sich von allen unverstanden - der Junge, in den sie verliebt ist, ist bereits vergeben und ihre beste Freundin wendet sich einfach von ihr ab. Da entdeckt sie im Internet die Website ›Life by Committee‹. Endlich hat sie das Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein, denn hier sind alle, genau wie sie, auf der Suche nach einem mutigeren, spannenderen Leben. Anonym vertrauen sich die Mitglieder ihre intimsten Geheimnisse an und erhalten Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Doch je mehr Tabitha von sich preisgibt, desto klarer wird ihr, dass ›Life by Committee‹ weder so unschuldig noch so anonym ist, wie es anfangs schien. Und dass ihre Geheimnisse nicht sicher sind . . .

Cover:

Mir gefällt das Cover total gut, vor allem wegen der Farben. Ich finde diese Farbbombe total gelungen und anziehend.

Inhalt:

Tabitha steckt mitten in der Pubertät und erlebt dabei alles was dazu gehört. Sie verändert sich nicht nur körperlich sondern auch geistig. Ihre ehemals beste Freundin Jemma versteht das nicht. Und als Tabitha sich dann auch noch zunehmends für Jungs interessiert, ist es mit der engen Freundschaft vorbei. Vor allem, weil Tabitha sich Joe ausgeguckt hat, der mit der labilen Sasha zusammen ist. 
Und dann sind da auch noch Tabithas Eltern, die ein weiteres Baby erwarten. Zuflucht findet Tabitha in der Welt der Bücher. Am liebsten liest sie Bücher die voll beschrieben sind mit Randnotizen. Durch eine dieser Notizen wird sie aufmerksam auf die Seite Life by Committee. Dort postet man ein Geheimnis und erhält anschließend eine Aufgabe dazu um das Geheimnis zu wahren. Tabitha verstrickt sich immer mehr in die Seite, die Geheimnisse und Aufgaben und bringt somit die Lawine ins Rollen, die nicht nur ihr eigenes Leben umkrempelt...


Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches geht es gleich mit einigen Geheimnissen und einem Gespräch zwischen Tabitha und Joe los. Der Leser ist also direkt mitten im Geschehen. Das Buch ist aus der Sicht von Tabitha geschrieben.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und teilweise jugendlich, sodass manche Begriffe wie Schlampe, Nutte, abgefuckt usw. nicht ausbleiben. 
Am Anfang wusste ich erst nicht wirklich viel mit dem Buch anzufangen, aber die Geheimnisse und auch Tabithas Entwicklung haben zumindest mich so gefesselt, dass ich das Buch kaum weggelegt habe.

Tabitha ist ein sehr starker und auch durchaus sympathischer Charakter. Sie interessiert sie nicht dafür, was die anderen von ihr denken. Tief in ihrem Inneren ist sie aber dennoch ein wenig verletzlich, was aber nur an wenigen Stellen wirklich hervor kommt.
Das Tabitha so ein Bücherfan ist macht sie noch liebenswerter. Und auch, dass sie sich Gedanken über die Sache mit Joe macht, zeigt doch irgendwie Charakterstärke. Denn immer wieder denkt sie auch daran, dass Joe ja eigentlich vergeben ist.
Ich bin erstaunt, wie sehr Tabitha sich von LBC in den Bann ziehen lässt. Das Buch zeigt gut, wie schnell sich Jugendliche vom Internet und auch fremden Personen beeinflussen lassen. Bei Tabitha war es wohl hauptsächlich um Bestätigung zu bekommen und weil sie im wahren Leben keine Freunde mehr hat. Mich hat es irgendwie traurig gemacht, dass keiner versucht auch mal Tabithas Situation zu verstehen. Ich habe mich immer wieder gefragt: Was kann sie denn dafür, dass ihr anderen einfach noch nicht so weit seid? Seid ihr neidisch, dass Tabitha jemanden toll findet und auch er sie zu mögen scheint?
Manchmal war es echt zum Haareraufen, weil ich die Situationen schlichtweg unfair fand. Aber so ist das wohl in der Pubertät, wenn sich alle noch entwickeln. 

Tabithas Eltern Paul und Cate haben sie bekommen, als sie selber noch Teenager waren. Paul ist und war Kiffer und nur Cate scheint mit der neuen Schwangerschaft langsam erwachsen zu werden.
Man merkt, dass sie Tabitha lieben, aber alle drei haben eher ein kumpelhaftes Verhältnis. Dies merkt man auch daran, dass Tabitha ihre Eltern beim Vornamen nennt. Cate und Paul tuen manchmal so, als wäre Tabitha ihr Versuchskaninchen gewesen, was größtenteils gut gelungen ist. Häufig ist im Buch die Rede davon, es beim neuen Kind besser zu machen. Das fand ich irgendwie sehr schade und für Tabitha tat es mir auch etwas leid.
Dennoch muss ich sagen, dass mir Paul als Charakter schon gefallen hat. Er ist für seine Bitty da und teilt mir ihr die Leidenschaft der Bücher.

Mit Joe bin ich nicht wirklich warm geworden. Tabitha findet ihn toll, vielleicht auch wegen dem Reiz des Verbotenen. Zum Ende zeigt sich aber auch ein bisschen mehr der wahre Joe und mit dem Ausgang habe ich fast schon gerechnet.

Jemma, Tabithas ehemalige Freundin, finde ich schrecklich. Sie hat Tabitha abserviert, weil sie der Meinung war, Tabby würde sich nur noch für Jungs interessieren. Ich meine, es ist ja wohl klar, dass das irgendwann mal zum Thema wird. Vor allem wenn man die Pubertät durchläuft. Und seit dem macht Jemma Tabby das Leben zur Hölle. Ich persönlich empfinde den Grund von Jemma als totalen Kindergarten (wie man so schön sagt). Sie ist wohl nur neidisch. Als wahre Freundin würde man darüber reden und nicht die andere als Schlampe bezeichnen.

Elise ist Tabithas einzige übrige Freundin. Generell fand ich sie ganz sympathisch, auch wenn man nicht so viel über sie erfährt. 

Das Buch hat mir soweit gut gefallen. Neben der Geschichte an sich, zeigt es noch weitere interessante Punkte auf.
Wenn man es mal tiefergehend betrachtet, wird auf das Thema Internet und dessen Auswirkungen eingegangen. Tabitha ist nahezu süchtig nach LBC und lässt sich total von den fremden Mitredner anspornen. Sie handelt einfach ohne groß darüber nachzudenken. Andererseits sollte man sich als Leser auch mal in Tabithas Situation versetzen, die es wirklich nicht einfach hat.
Toll wurde auch deutlich, wie die Jugendlichen hier sich allgemein beeinflussen lassen. Einer setzt ein Gerücht in die Welt und plötzlich glaubt die ganze Schule es. Als derjenige über den geredet wird, kann man dann nicht mehr viel unternehmen.
Besonders gut dargestellt war auch Tabithas Entwicklung während der Pubertät und ihre Reaktionen auf den Hass den sie zu spüren bekommt, weil sie etwas weiter ist als ihre Freundinnen. Und die Sprüche die sie sich anhören muss, weil sie körperlich etwas weiblicher ist als andere. 
Tabitha ist selber aber auch nicht Fisch und nicht Fleisch. Das wird vor allem zum Ende klar, als sie anfängt genauer nachzudenken und sogar ihre Eltern zur Rate zieht.
Den Schluss des Buches fand ich sehr gelungen und vorbildhaft. Auch wenn nicht alles Tabithas alleinige Schuld war, verhält sie sich sehr erwachsen und spornt die anderen dazu an, auch an sich zu arbeiten.

Fazit:

Ein tolles Buch mit Hintergrund und Tiefe. Dabei locker geschrieben, perfekt zum einfach weglesen.




Teaser Thursday #3

Auf gehts in die 3. Runde.
Alle Infos zum Mitmachen findet ihr hier





Dieses Mal habe ich mir ein recht aktuelles Buch aus meinem SuB rausgesucht. 



Tote hat es nicht gegeben; nur der Portier wurde leicht verletzt, als er zu dem lahmgelegten Löschsystem eilte. S.105


Als ich nach der letzten Stunde die Schule verlasse, stelle ich fest, dass ich jetzt endgültig den Verstand verloren habe. S. 129





Wochenfrage: 

Meinst du, dass du jemals alle Bücher deines SuB lesen wirst?


Ich denke, dass ich meinen SuB auf jeden Fall noch abgearbeitet bekomme. Fragt sich nur wie lange ich dafür brauche ;)

[Aktion] Gemeinsam Lesen #5





Heute startet wieder eine neue Runde der Aktion Gemeinsam Lesen.
Ursprünglich wurde sie von Asaviel ins Leben gerufen, wird nun aber von Schlunzenbücher und Weltenwanderer weitergeführt.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?  

Gestern habe ich Don`t tell me lies von Corey Ann Haydu angefangen.
Momentan bin ich auf Seite 174.


2. Wie lautet der 1. Satz auf deiner aktuellen Seite?

Nachdem das Geheimnis raus ist, kann ich mir endlich erlauben, das Tea Cozy zu verlassen, zur Schule zu gehen und Paul für den Rest des Tages einfach zu vergessen. S. 174


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Also manchmal weis ich gar nicht genau, was ich von diesem Buch halten soll. So eine richtige bzw. tiefgehende Handlung hat es irgendwie gar nicht. Es geht ja eigentlich nur um Tabby die sich so sehr verändert hat und einen ganzen Batzen Geheimnisse.
Wobei diese Geheimnisse das ganze Buch wieder sehr spannend machen. 
So ist das wohl mit Geheimnissen ;) 
Übrigens gefällt mir das Cover total. Das ist ja eine richtige Farbbombe. 


4. Ist euch schon mal eine Art Missgeschick mit eurem Buch passiert, wie z.B. beim Baden ins Wasser gefallen, ein Getränk über das Buch gekippt oder vielleicht sogar mal "verlegt" und nicht mehr wieder gefunden?

Gott sei Dank ist mir das mit der Badewanne noch nicht passiert. Davor habe ich immer wieder Angst :D
Ich hatte aber schon mal ein ganz kleines bisschen Schokolade an einer Buchseite kleben. Total ärgerlich -.-
Und ausgerechnet gestern ist mir natürlich auch was passiert. Ich habe im Garten gelesen und eine kleine Fliege ist wohl zwischen ein paar Seiten geflogen ohne das ich es gemerkt habe. Ich lese also weiter und einige Seiten später sehe ich dann, dass die kleine Fliege es in meinem Buch nicht überlebt hat. Jetzt habe ich da so einen tollen Fleck :(

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Dienstag

Sara 

Rezension Die Erleuchtete von Aimee Agresti

Die Erleuchtete - Das Dunkel der Seele




Autor: Aimee Agresti 
Übersetzt von: Sonja Hagemann
Serie: Die Erleuchtete Band 1 
Seiten: 576
Einband: Taschenbuch, Klappbroschur 
Erschienen am: 20.05.2013
ISBN: 978-3-442-47754-8
Preis (D): 12,99€
Verlag: Goldmann 









Klappentext:

Ein altes Luxushotel, ein dunkler Pakt und eine fast unlösbare Aufgabe für die junge Haven Terry
Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern sind, denn sie wurde einst ohne Erinnerungen am Straßenrand gefunden. Doch nun führt Haven ein behütetes Teenager-Leben, bis sie ein Praktikum im besten Hotel Chicagos antritt. Haven ist tief beeindruckt von der glamourösen Chefin Aurelia und deren atemberaubendem Assistent Lucian. Sie genießt die luxuriöse Atmosphäre ebenso wie Lucians zunehmende Aufmerksamkeiten. Bis sie merkt, dass sich hinter Aurelias schönem Äußeren eine finstere Seele verbirgt und dass ihre Chefin einen grausamen Plan verfolgt. Doch zum Glück steckt auch in Haven mehr, als ihre Widersacherin ahnt ...


Cover:

Mir gefällt das Cover total gut. Es ist mir direkt ins Auge gesprungen. Es zeigt ein Mädchen (vermutlich Haven) und deutet einen Flügel an.


Inhalt:

Mit 5 Jahren wurde Haven halbtot am Straßenrand aufgefunden. An die Zeit davor erinnert sie sich bis heute nicht. Joan, die Krankenschwester die sie betreut hat, hat Haven bei sich aufgenommen und kümmert sich um sie wie eine Mutter.
Mittlerweile ist Haven 16 Jahre alt und überdurchschnittlich gut in der Schule. Deshalb gewinnt sie kurz vor ihrem Highschool-Abschluss ein ganz besonderes Stipendium. Sie darf im luxuriösen Lexington-Hotel ein Praktikum absolvieren. Danach sollen ihr für die Zukunft sämtliche Türen offen stehen. Auch ihr schwuler Freund Dante und ein Mitschüler (Lance) sind dabei und alle drei wollen die Chance nutzen.
Anfangs sind sie geblendet von der Schönheit des Hotels, der Bezahlung und den anderen Mitarbeitern. Aber als Haven ein Buch in die Hände fällt, welches ihr Anweisungen gibt, ändert die Geschichte ihre Richtung. Haven erfährt brisante Neuigkeiten. Denn sie ist nicht die, für die sie sich immer gehalten hat. Sie ist zu viel mehr bestimmt. Und auch Lance ist übervorsichtig geworden. 
Doch mittlerweile sind Dante, Haven und Lance in größter Gefahr. Man ist hinter ihren Seelen her...


Meine Meinung:

Das Buch hat mich von Klappentext her sofort angesprochen, weil es mal eine komplett andere Geschichte ist.
Der Einstieg in das Buch fällt dem Leser nicht schwer. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailliert. Sogar der Leser würde sich nach einer gewissen Zeit blind in dem großen Hotel zurecht finden. 
Allerdings lassen gerade diese detaillierten Beschreibungen das Buch am Anfang sehr langatmig wirken. Es dauert lange bis endlich etwas passiert und für mich hat sich erstmal kein wirklicher Spannungsbogen aufgebaut.
Man muss als Leser wirklich dran bleiben, denn die Autorin braucht ewig um auf den Punkt zu kommen.

Das Buch ist aus der Sicht der Protagonistin Haven geschrieben.
Haven war mir als Charakter eigentlich sofort sympathisch. 
Mir persönlich braucht sie allerdings etwas zu lange, bevor wie reagiert, nachdem sie erfahren hat, was wirklich im Hotel vor sich geht.
Manchmal ist sie mir sogar ein bisschen naiv vorgekommen.
Vielleicht liegt das aber auch an Lucian, der ihr von Anfang an den Kopf verdreht. 

"Und was steckt in dir, Haven Terra?" S.229

Das ist eine gute Frage, die lange ungeklärt bleibt. Wir erfahren bröckchenweise, dass Haven zu Größerem bestimmt ist und zum Ende des Buches fällt auch das entscheidende Wort. Allerdings wird man im Dunkeln gelassen, was es mit diesem Posten und dieser großen Aufgabe auf sich hat.


Lucian ist der Bad Boy schlechthin. Er sieht gut aus, ist sympathisch und versucht Haven für sich zu gewinnen. Eigentlich hört sich das ja ganz gut an. Bis man erfährt auf welcher Seite Lucian steht. 
Ich mochte Lucian sofort und das hat sich auch mit dieser eigentlich schlechten Erkenntnis nicht geändert, da ich gehofft habe, dass doch mehr in ihm steckt.
Ob dies der Fall ist, solltet ihr dann besser selber lesen ;)


Dante ist Havens schwuler, bester Freund. Ich mag Dante total. Er kann scheinbar jede Situation irgendwie retten und ist für Haven da. 
Deshalb fand ich es besonders schlimm, dass das Hotel so schnell und so starken Einfluss auf ihn genommen hat. So rutschte der Charakter Dante nämlich rasch in den Hintergrund der Geschichte und taucht erst zum Ende wieder auf. Auch hier erfahren wir interessante Neuigkeiten und werden aber wieder einmal mit offenen Fragen zurück gelassen.

Lance ist ein Mitschüler von Haven und Dante. Ein schüchterner Typ in Bandshirts. Aber Lance merkt schnell, dass im Hotel irgendetwas schief läuft und schließt sich mit Haven zusammen. Als Duo beschaffen sie sich immer neue Informationen, die die Geschichte endlich voran treiben.
Ich muss sagen, dass ich auch Lance sehr mochte und lange nicht wusste, ob ich lieber ihn oder Lucian an Havens Seite hätte.

Aurelia ist Havens Chefin und quasi der Wolf im Schafspelz. Ich mochte sie von Anfang an nicht. Auch ihrem Charme konnte ich nicht erliegen, im Gegensatz zu Haven. Ich hatte direkt das Gefühl, dass Aurelia was zu verbergen hat.


Die Idee der Geschichte hat mir gut gefallen. Der Einstieg war mir allerdings viel zu langatmig. Mit den Informationen die Lance und Haven sammeln, kommt langsam etwas Spannung in die Geschichte. Zwar hat es mich auch hier noch nicht zu 100% gepackt, aber man hatte zumindest einen Grund am Ball zu bleiben.
Wirklich spannend wurde es dann erst in den letzten Kapiteln. Und die haben mich dann wirklich gefesselt. Die Geschichte nimmt endlich mal an Fahrt auf, die Informationen werden gesammelt und zusammengefügt, sodass auch für den Leser ein Sinn ersichtlich wird.
Nach dem grandiosen Finale, bleiben allerdings viele Fragen ungeklärt.
Das hat mich wirklich etwas gestört, denn wir haben kaum etwas über die Bestimmung von Lance, Haven und Dante erfahren. Auch was es mit dem geheimnisvollen Buch auf sich hat, dem Haven so blind vertraut, erfahren wir leider nicht. 
Da es aber noch weitere Teile gibt, wird sich sicher dort das eine oder andere klären.


Fazit:

Trotz der von mir genannten Minuspunkte hat mich das Buch unterhalten und zum Schluss auch wirklich gefesselt. Ich bin neugierig geworden auf die nächsten Bände und vergebe daher



Vielen Dank an der Verlag für dieses Rezensionsexemplar. 

[Aktion] Teaser Thursday #2

Heute geht es in die 2. Runde meiner Aktion Teaser Thursday. Gerne könnt ihr mitmachen. Schaut euch dazu einfach den Post der letzten Woche an. 







„ " Ich wollte, ich hätte dich am Samstag geküsst" , flüstere ich und        betrachte ihren wunderschönen Mund. S. 228





„ Du hast plötzlich angefangen, laut zu zählen und zu weinen und zu zittern, und ich hab versucht, dich zu beruhigen. S. 313  




Das Buch von meinem SuB in dieser Woche ist dieses hier:


Ich freue mich schon tierisch auf dieses Buch und hoffe das ich bald dazu kommen werde. 

Wochenfrage:
Wie viele Bücher hast du auf aktuell auf deinem SuB?

Im Moment sind es 10. Ich muss mich ranhalten ;)

Ich freue mich, wenn ihr mitmachen wollt. Hinterlasst mir dann doch gerne den Link zu eurem Post.

Einen schönen Donnerstag
wünscht
Sara