[Rezension] Pandora - wovon träumst du? - Eva Siegmund




Autor: Eva Siegmund
Seiten: 496
Einband: Taschenbuch
Erschienen am: 11.04.2016
ISBN: 978-3-570-31059-5
Preis (D): 12,99€
Verlag: cbt










Inhalt:



Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr ...

Quelle: cbt


Cover:

Ich finde dieses Cover wirklich wunderschön. Dennoch hat es meiner Meinung nach nichts mit der Story zu tun. Das Mädchen könnte zwar eine der Protagonistinnen sein, aber einen wirklichen Zusammenhang gibt es nicht.



Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie hat es geschafft mich an das Buch zu fesseln und eine gewissen Spannung aufzubauen. Dabei schreibt sie flüssig und leicht, sodass man wirklich schnell voran kommt.
Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Sophie und Liz erzählt. 
Außerdem gibt es Einblendungen aus den Träumen (kursiv gedruckt) und Szenen aus Sicht des Sandmannes (erkennbar an einer anderen Schriftart).
Das Ganze macht den Verlauf des Buches natürlich noch spannender. Häufig war es auch so, dass etwas total spannendes passiert ist und dann das nächste Kapitel aus Sicht des Sandmannes geschrieben wurde, sodass man nicht direkt wusste wie es weitergeht.

Die Idee der Story hat mir wirklich gut gefallen. Generell hätte ich dahinter aber noch etwas mehr erwartet. Mich hätten vor allem die Auswirkungen dieses Chips interessiert. Zwar wird kurz darauf eingegangen, aber für die Story an sich hätte mich mir mehr Szenen gewünscht, die die Problematik tiefergehend beschreiben. Das Ganze war mir einfach auch ein wenig zu unemotinal und hat mich daher nicht wirklich mitgenommen. 
Ich hätte auch erwartet das das Buch mehr in die Richtung Dystopie gehen würde. Für mich war es stellenweise wie ein Krimi der in der Zukunft spielt. Vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen Dystopie-Vorbelastet. Aber den Alleingang von Sophie und Liz gegen die böse Seite habe ich mir anders vorgestellt. Die beiden recherchieren einfach viel und haben dann immer Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein oder das richtige getan zu haben.
Vielen Sachen passieren einfach zu zufällig.


Der Verlauf der Geschichte hat mir an sich gut gefallen, obwohl mir das Ende dann doch zu glatt ablief und ich die Lösung der Probleme eher mäßig fand.
Ehrlich gesagt war ich sogar ein wenig enttäuscht, denn ich haben mir nach dem Klappentext einfach mehr erwartet.
Die Liebesgeschichte innerhalb des Buches hat mich nicht wirklich überzeugt. Sie war zu flach, zu wenig ausgearbeitet und ohne Gefühl.



Die Charaktere fand ich ansprechend und gut durchdacht. Vor allem gab es eine gesunde Mischung aus Gut und Böse.
Besonders gefallen hat mir auch, dass die Zwillinge als Protagonisten nicht so identisch waren und jede ihren eigenen, gegensätzlichen Charakter hatte und sie im nächsten Moment doch auch Gemeinsamkeiten vorweisen konnte.
Sophie hat mir persönlich etwas besser gefallen. Dennoch waren mit die beiden etwas zu blass. Etwas mehr Tiefe wäre besser gewesen, denn so konnte ich mich nicht so gut mit ihnen identifizieren und die Verbinung zwischen den beiden und mir blieb eher oberflächlich.

So ähnlich erging es mir auch mit den Nebencharakteren. Die Freunde der Zwillingen waren nett gestaltet, kamen aber nur wenig bis gar nicht innerhalb der Geschichte vor. Von den Eltern fehlte auch jede Spur. Für eine Geschichte die mich emotional packen soll, war mir das einfach zu wenig.




Bewertung:

Alles in allem eine gute Idee, bei der die Umsetzung für mich besser hätte sein können.
Da die Story dennoch lesenswert war gebe ich knappe 4 Punkte.


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