[Rezension] SnowFyre - Elfe aus Eis




Autor: Amy Erin Thyndal
Seiten: 370
Einband: eBook
Erschienen am: 25.11.2016
ISBN: 978-3-646-60297-5
Preis (D): 4,99€
Verlag: Dark Diamonds









Inhalt:


**Wie Feuer und Eis...**

Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

Quelle: Carlsen 


Cover:

Ich finde das Cover einfach nur wunderschön und finde es total schade, dass das Buch nur als eBook erhältlich ist und ich es somit nicht in mein Regal stellen kann. Ich finde die Gestaltung sehr gelungen und passend zum Inhalt. Außerdem bin ich doch glatt ein klein wenig neidisch auf das zauberhafte Kleid.


Meine Meinung: 

Als ich den Klappentext gelesen habe, kam mir bei der kurzen Beschreibung von Fyre gleich Elsa aus Frozen in den Sinn. Und damit lag ich auch nicht weit daneben.
Fyre ist die Protagonistin der Geschichte und auf den ersten Blick ein wahrer Eisklotz. Natürlich weis sie, was Gefühle sind. Aber aus Angst vor Verlusten und aufgrund von Geschehnissen in der Vergangenheit, lässt sie einfach niemanden an sich heran und versteckt sich hinter ihrer eisigen Maske und ihrem Ruf der gefühlskalten Elfe, den sie sich hart erarbeitet hat.  
Daher wirkte Fyre in den ersten Kapiteln nahezu bösartig. Mich hat das nicht gestört und meine Neugier sogar noch erhöht, da ich mir sicher war, dass Fyre auch einen weichen Kern hat, wenn man sie erst einmal zum Tauen bringt.  
Ich kann mir aber vorstellen, dass Fyre dem einen oder anderen Leser zumindest in der ersten Hälfte des Buches einfach nur unsympathisch ist.
Bei mir war das nicht der Fall. Allerdings hat es mich nach einiger Zeit gestört, wie sehr Fyre sich stellenweise in Selbstmitleid suhlt, Anspielungen auf eine Situation aus der Vergangenheit macht, die an allem Schuld trägt, das Ganze sich für den Leser aber erst zum Schluss aufklärt. Da bin ich einfach zu ungeduldig. 

Gefallen hat mir auch Ciel als männlicher Protagonist. Er ist der Bruder des Sommerkönigs und bildet somit Fyres Gegenpart, die ja die Schwester der Winterkönigin ist. 
Im Gegensatz zu Fyre ist Ciel meist gut gelaunt und optimistisch. Er nimmt seine Aufgaben ernst, wirkt zuvorkommend und authentisch.

Die Beziehung der beiden steht zumindest am Anfang unter einem schlechten Stern. Ich wusste gleich, dass ein Missverständnis dahinter stecken muss.
Während Fyre sich damit nicht auseinander setzen will, ist Ciel bemüht um Fyre und ihre Beziehung zu kämpfen. Denn im Gegensatz zu den üblichen Liebesgeschichte ist es hier der Mann, der der Frau hinterher rennt und in diesem Fall ist Ciel dabei ziemlich süß und emotional.
Immer schon haben die beiden sich verstanden und sind eigentlich füreinander geschaffen, wäre da nicht diese eine Situation vor sieben Jahren gewesen, die beide nicht wirklich verstehen. 
Ich finde die Autorin hat die Verbindung der beiden zueinander sehr authentisch und emotional rübergebracht. Als Leser konnte ich gut mit den beiden Protagonisten mitfühlen, wenn die Situation immer verzwickter wurde.

Die Nebencharaktere waren vielfältig und interessant. Während es gute Charaktere gab, die zumindest mir direkt ans Herz gewachsen sind, musste ich aber auch nicht auf die sogenannten Bösewichte verzichten.
Besonders sympathisch fand ich Luna, eine junge Fee und ihre Katze Skye, die eigentlich keine Katze ist. Warum und wie es dazu kam, lest ihr am besten selber. 

Der Schreibstil der Autorin war für mich zumindest am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig. Er ist sehr einfach und locker, passt sich den verschiedenen Charakteren an, wirkt allerdings nicht sehr professionell.
Auch das man manchmal das Gefühl hat, dass die Protagonisten stellenweise  gedanklich mit sich selbst reden, kommt ja eher nicht so häufig in Büchern vor und war daher erst mal komisch für mich.  
Geschrieben ist das Buch hauptsächlich aus der Sicht von Fyre und Ciel. Später gibt es dann auch einige Kapitel aus der Sicht von Luna und sogar welche aus der Sicht von Skye.
Ich persönlich empfand das als eine gelungene und bunte Mischung, die das Buch spannender, aber auch informativer gemacht hat. Besonders toll fand ich, wie die Autorin alles miteinander verbunden hat. Es sind beim Lesen keine großen Brüche entstanden, sodass der Lesefluss nicht gestört wurde.

Die Geschichte an sich ist einfach nur toll. Ich weis gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal ein Buch über Elfen gelesen habe. Daher habe ich die Welt der Elfen und Feen wirklich sehr genossen. 
Der Verlauf der Story war stellenweise schon vorhersehbar. Ciel und Fyre sollen zusammen den Frühling vorbereiten und werden dabei immer wieder durch ihre verkorkste Vergangenheit und die neu aufkeimenden Gefühle unterbrochen.
Dennoch hält das Buch einige Wendungen parat, hier kommen die Bösewichte ins Spiel, mit denen ich gar nicht gerecht habe und die meiner Meinung nach ein besonderes Schmankerl waren. 
Alles in allem war die Story spannend und fesselnd und konnte mich regelrecht begeistern.
Der Schluss lässt mich darauf hoffen, dass die Autorin vielleicht doch noch ein Ass aus dem Ärmel zieht und eine Fortsetzung mit anderen Protagonisten schreibt. Ich würde mich darüber zumindest sehr freuen.


Bewertung:

Die Geschichte um die Winterelfe Fyre mit ihrer eisigen Maske hat zumindest mein Herz zum Schmelzen gebracht. 
Wer mal Lust hat eine nicht so klischeebehaftete Liebesgeschichte zu Lesen, Fantasyelemte und Spannung mag, der ist hier genau richtig. 

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