[Rezension] Federherz - Elisabeth Denis




Autor: Elisabeth Denis

Serie: #1
Seiten: 320
Einband: gebunden
Erschienen: Juli 2016
ISBN: 978-3-95882-001-2
Preis (D): 12,99€
Verlag: Oetinger34








Inhalt:

Irgendetwas geht vor sich und ich bin Teil dessen …

Düstere Tage. Schnee. Schatten zwischen den Bäumen. 
Schritte. Wenn ich mich umdrehe, ist nichts zu sehen.
Nur wegen Basil quäle ich mich jeden Tag zum Internat. 
Doch es wird immer dunkler, und etwas ist hinter mir her. Ich spüre es.
Genau wie ich weiß, dass ich nicht zufällig auf Hainpforta gelandet bin.

Ein Mädchen zwischen zwei Jungs und zwei Welten: märchenhaft, fantastisch, modern.

Quelle: Oetinger34


Cover:

Ich persönlich finde das Cover ja wunderschön. Ich mag die Farben sehr, die Federn sind toll und ebenfalls im Buch auf den Seiten wieder zu finden. Eine schöne Idee und ein wirklicher Hingucker. 
Besonders gefällt mir aber auch die Gestaltung der Elemente. Zum einen das Mädchen, welches eine wichtige Rolle spielt und der Wald, den man hier geschickt mit dem Mädchen verbunden hat.


Meine Meinung:

Als durch einen unglücklichen Zufall Mischas Schule abbrennt, müssen alle Schüler umverteilt werden. Ausgerechnet sie hat das Vergnügen von nun an auf das Internat Hainpforta zu gehen. Natürlich ist sie nicht begeistert, denn nur sie, Hanna und Fridolin, die sie nur oberflächlich kennt, sind dazu ausgewählt worden. 
Das bedeutet jeden Tag einen langen Weg mit dem Rad durch den unheimlichen Wald auf sich nehmen zu müssen, um dann in einem Internat mitten im Wald zu landen, das Mischa und die anderen Städter nur "Walddoof" nennen.
Die Regeln sind streng, obwohl im Unterricht dagegen kaum etwas gelehrt wird, was für Mischa und die anderen beiden Abiturienten wichtig wäre. 
Schnell verliert Mischa daher das Interesse am "Unterricht" und ist viel mehr darauf bedacht, das Geheimnis um Hainpforta zu lösen.
Mit dieser neuen Motivation und mit den Gedanken an den hübschen Basil, macht Mischa sich von nun an sogar fast gerne auf den Weg zum Internat.

Mischa ist ein sympathischer Charakter. Sie ist wissbegierig und interessiert und lässt sich nicht gerne unbegründete und unnütze Regeln vorschreiben. 
Mischa ist gerade einmal 14 Jahre alt. Hätte ich das nicht gewusst, dann hätte ich sie auf jeden Fall älter eingeschätzt. Sie wirkt sehr reif und überlegt und gerade als Basil ins Visier kommt und sich doch ein paar verliebte Szenen ergeben oder über die Zukunft gesprochen wird, hatte ich nicht das Gefühl, eine 14 jährige vor mir zu haben, sondern eher jemanden im Alter von 17.
Toll dargestellt waren Mischas Gefühle und Stimmungen und die Ahnung, dass etwas vor sich geht und sie irgendwie ein Teil dessen ist. Ich als Leser habe dies spüren können, was der Geschichte eine besondere Auswirkung gegeben hat. 

Hanna und Fridolin, die mit Mischa nach Hainpforta müssen, waren eher oberflächlich gestaltet. Ich konnte zu ihnen daher keine große Bindung aufbauen. Grundsätzlich wirkten beide sehr sympathisch, stehen aber im Verlauf der Geschichte eher im Hintergrund.

Mischas bester Freund Klaas, der leider auf ein städtisches Gymnasium verlegt wird und daher das erste mal wirklich getrennt von ihr ist, hat mir bis kurz vor Schluss leider gar nicht gefallen. Ich fand ihn unsympathisch und unfair. Dieses Gefühl hat sich nach einem Streit der beiden sogar nur noch verstärkt. Schade eigentlich, da Mischa wirklich an ihm hängt. Mit seinem Handeln ganz zum Schluss konnte er zumindest ein paar Pluspunkte einheimsen und ich bin gespannt, ob er auch in Band 2 vertreten sein wird.

Basil umgibt irgendwie eine mystische Aura. Das hat ihn für mich total interessant und spannend gemacht. Ich kann daher Mischas Interesse an ihm gut nachvollziehen, finde es allerdings schade, nur so wenig über ihn erfahren zu haben. 
Die kleine Romanze die sich zwischen den beiden entwickelt war nett ausgearbeitet und nachvollziehbar, allerdings nicht sehr emotional. Ich finde es aber in Anbracht der Altersempfehlung für dieses Buch so passend und gut umgesetzt.

Besonders gefallen hat mir Myrell, eine Schülerin von Hainpforta, die als eine der wenigen wirklich Interesse an den Städtern hat und sich mit Mischa anfreundet. Das auf Myrell auch in brenzligen Situationen Verlass ist, zeigt sich dann im Verlauf der Geschichte.

Das Setting des Buches war ziemlich außergewöhnlich. Ein heruntergekommnes Internat, das die Städter für eine Elite-Schule gehalten haben, und auf dem komische Dinge vor sich gehen.
Ich habe lange gebraucht um diese Welt zu verstehen, was vielleicht auch daran lag, dass man einfach recht wenig Informationen zum Internat und den Geschehnissen dort bekommt. 
Eigentlich mag ich sowas gar nicht gerne, aber der fesselnde und zugleich lockere Schreibstil hat mich so an das Buch gebunden, dass ich das hier gar nicht als großen Minuspunkt aufführen kann. 

Der Verlauf der Geschichte war durchweg spannend und wenig vorhersehbar, was ich als sehr gelungen empfinde. 
Besonders gefallen hat mir die mystische Atmosphäre und das Gänsehautgefühl, das ich manchmal beim Lesen hatte. Ebenso bin ich angetan von den Fantasyelementen, die sich wunderbar in die Geschichte einbinden.


Bewertung:

Alles in allem ein gelungenes und vor allem spannendes Buch mit Fantasyelementen und mystischer Atmosphäre. Trotz einigen, aber kleinen Kritikpunkten vergebe ich 4/5 Punkten. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen